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Die Live-Sendungen

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Der Fernseher. Ich kenne das von älteren Damen, die alleine leben. Morgens wird der Fernseher eingeschaltet und zwar tatsächlich am besten eine Live-Sendung. Da ist man dann mittendrin. Da ist man nicht alleine. Manche schauen das Musikantenstadl und schunkeln mit imaginären Sitznachbarn. Andere diskutieren als Special Guest in politischen Talkrunden mit. Was Schunkler und Debattierer gemein haben ist das Gefühl der Einsamkeit. Isolation. Das Gefühl nicht mehr mit dem Rest der Welt verbunden zu sein. Das Fernsehen wird zum Schlupfloch in die wirkliche Welt, die Welt da draußen. Woher diese Einsamkeit bei Natalie kommt? Keine Ahnung. Das wird sich (hoffentlich)…

Was soll das sein, Social Reading?

Buchtrailer Pin

14. September 2015, die Gruppe hat mit dem Lesen begonnen. Das Buch liegt vor mir auf dem Bett wie ein Quader dunkler Materie, unendlich dicht, unendlich schwer. Wussten Sie, dass die menschliche Lunge dermaßen filigran zusammengefaltet ist, dass sie sich zu mehreren Fußballfeldern auswalzen ließe? Ich stelle mir vor, wie wir in die unüberschaubare Landschaft dieses Buches hineinlaufen. Wie unsere Rufe die Täler erfüllen. Wie wir überall kleine Pionierfähnchen einpflanzen, Tiere erlegen, Lager aufschlagen. Die Ziele unserer Mission verborgen im fog of war. Was soll das sein, Social Reading, was soll das werden? Ich will darüber Reisetagebuch führen. Wer waren…

Es beginnt irgendwie ja doch mit Facebook

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  Es mag unangenehm erscheinen, aber Facebook ist – derzeit – der soziale Beginn von allem. Wenn man „sozial“ in diesem Kontext als „social“ begreift und damit meint, dass alles und jedes besprochen, diskutiert, vergesprächsanlasst wird. Auf Facebook beginnt es also, und Clemens Setz ist eine Art Facebook-Künstler, was sich aus der Perspektive des klassischen Feuilleton etwas weniger großartig anhören mag, als es in der konkreten Umsetzung ist.