Beitrag vonSandro Abbate

Einsamkeit und Streunen

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Ich bleibe immer wieder an dem Thema Einsamkeit hängen. Natalie erscheint mir als zutiefst einsame Person. Nicht aufgrund fehlender sozialer Kontakt, sondern weil sie wie abgeschnitten von der Welt zu sein scheint. Deshalb die Live-Sendungen und alles Weltüberspannende, das sie mag. Deshalb auch die unverbindlichen Sexualkontakte an den Abenden, an denen sie streunen geht. Und da bestätigt Fromm, wie ich finde, mein Gefühl: „Das Bewusstsein der menschlichen Getrenntheit ohne die Wiedervereinigung durch die Liebe ist die Quelle der Scham. Und es gleichzeitig die Quelle von Schuldgefühl und Angst.“ (Erich Fromm: Die Kunst des Liebens, S.19) Ich denke, es lässt sich…

Die Live-Sendungen

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Der Fernseher. Ich kenne das von älteren Damen, die alleine leben. Morgens wird der Fernseher eingeschaltet und zwar tatsächlich am besten eine Live-Sendung. Da ist man dann mittendrin. Da ist man nicht alleine. Manche schauen das Musikantenstadl und schunkeln mit imaginären Sitznachbarn. Andere diskutieren als Special Guest in politischen Talkrunden mit. Was Schunkler und Debattierer gemein haben ist das Gefühl der Einsamkeit. Isolation. Das Gefühl nicht mehr mit dem Rest der Welt verbunden zu sein. Das Fernsehen wird zum Schlupfloch in die wirkliche Welt, die Welt da draußen. Woher diese Einsamkeit bei Natalie kommt? Keine Ahnung. Das wird sich (hoffentlich)…