Beitrag geschrieben amDezember 2015

Pulling the trigger

Letzte Teamsitzung. Ich greif mir die Eistüte und sage: Die vielen Kanäle haben uns ausgeknockt, baby. Sobooks, Twitter, Blog, Facebook – jeder lässt irgendwo ein paar Sätze fallen, manchmal keimt Diskussioniges auf, aber am Ende fühlt es sich doch eher nach Einzelmission an, nach sozialem Leseirrgarten, wo Begegnung Seltenheit ist. Ich fass mir da gern an die eigene Nase: Wer das Buch entgegen aller guten Vorsätze zuerst in einsamer Stube durchstaunt, um im Nachklapp dann ausgewählte Kommentare in die Sobooks-Flure hineinzurufen, ist nicht gerade Vorzeigekind unter Social Readern. Social Reading, wie ich es mir vorstelle: Sich von anderen an großartige Stellen im…

Being Natalie Reinegger

bild aerobik

Natalie Reinegger, 21, Pflegerin, Heldin der Stunde zwischen Frau und Gitarre, meistert ihren Alltag mit ebenso originellen wie grenzwertigen Strategien. Ihre gesammelten Tipps und Tricks taugen für einen poetischen Lebensratgeber. Für alle, die sich zu sehr nach Normalität sehnen. Natalie Reinegger – als tägliche Gymnastik zum Nachmachen für Zuhause. Bitteschön.

Der Clemens-Setz-Referenzencheck (3)

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Endlich Cat Content! Teil 3 des Referenzchecks, diesmal von Seite 300 bis Seite 600 der Druckausgabe. Und immer weiter… Hier ist sich Clemens J. Setz nicht zu fein dafür, einfach mal (in Worten freilich) ein Cat-Content-Meme zu platzieren, das in zahllosen Varianten im Internet kursiert. Und die Katze sprach: Terence McKenna schwirrt seit einigen Jahren im popliterarischen Referenzfeld herum. Tao Lin hat ihn zuletzt auf der Netzkultur-Konferenz in Berlin in einem Vortrag zitiert, der in hohem Maße von dessen „stoned-ape theory“ beeinflusst war und anschließend von der Webseite dazeddigital.com als „confusing“ und „is-it-an-act/is-it-genuine post-ironic deadpan“ beschrieben wurde: Zum Weiterlesen (auf eigene Gefahr) hier die…

Der Nonseq-Nachsommer

Scheinbar sinnlos früh aufgewacht an diesem Samstagmorgen, im Bett tastend zum Buch gegriffen und „Die Stunde zwischen Frau und Gitarre“ endlich zu Ende gelesen. Ich bin danach mit einem seltsamen Gefühlsgemisch zwischen Melancholie, dumpfer Angst und Beklemmung aufgestanden. Derartige, so schwer zu beschreibende Stimmungen erzeugen nur gute Romane. Es hat allerdings viele Wochen gedauert, bis ich an diesem heutigen Endpunkt der Lektüre angekommen bin. Es gab viele Pausen. Aber der Roman hat mich dann doch nicht mehr losgelassen. An irgendeiner Stelle in der Mitte des Textes war ich zunächst steckengeblieben. Das hätte das Ende sein können: Die fast tägliche Lehre…