„Sie drückte das Kondom wie eine Senftüte aus. Der Inhalt tropfte ins Wasserglas und wand sich dort, geisterbleiches Ektoplasma. Dann sank es auf den Grund und lag einfach dort, unförmig, wie Kalkrückstände in Seniorenheim-Gebissbechern. Sie leerte das Glas in einem Zug. Aids, dachte sie und hielt sich eine Hand vor den Mund, als sie rülpsen musste. Aids Aids Aids Aids Aids.“ Könnte man, so mag man sich angesichts solcher Stellen im Roman von Clemens J. Setz fragen, den Text in der universitären Lehre einsetzen? Natürlich, werden Sie jetzt sagen, warum denn nicht. Selbst wenn Richard Kämmerlings in seiner Rezension in…