Benjamin Quaderer, geboren 1989 in Feldkirch (A), und aufgewachsen in Liechtenstein, studierte Sprachkunst an der Universität für angewandte Kunst Wien und Kreatives Schreiben & Kulturjournalismus an derUniversität Hildesheim. Er war Mitherausgeber der LiteraturzeitschriftBELLA triste und Teil der künstlerischen Leitung von PROSANOVA 2014 – Festival für junge Literatur. Er veröffentlicht in Zeitschriften und Anthologien (zuletzt: Landpartie 15).

Mit wem würden Sie gerne ein Buch zusammen lesen?

Mit Money Boy und der Glo Up Dinero Gang.

Mit wie vielen? Wann, zu welchen Tageszeiten, Wochentagen, Jahreszeiten?

Mit wenigen, vielleicht fünf, die den Text dafür umso intensiver lesen. Die Zeiten sind egal. Wenn eine/r eine Stelle gut findet, weckt er/sie die anderen, um ihnen davon zu erzählen. 

Was für ein Buch, welche Bücher, welche Art von Büchern?

Am liebsten eines, das ich freiwillig nicht lesen würde, vielleicht sogar hasse, während da ein/e Andere/r ist, die/der mich während des Lesens davon zu überzeugen versucht, was an dem Buch, das ich nicht freiwillig gelesen hätte oder vielleicht sogar hasse, so großartig ist. 

Mit welchem Buch wäre so etwas wie Social Reading nicht möglich – und warum?

Ich glaube nicht, dass es ein Buch gibt, über das man sich nicht unterhalten kann. Wenn doch, könnte man sich immer noch darüber unterhalten, wieso man sich nicht darüber unterhalten kann.

Was sind die Voraussetzungen, die ein Buch mitbringen muss?

Wenn das Buch ein Buch ist, sind alle Voraussetzungen erfüllt.

Mit wem reden Sie sonst über das, was Sie lesen? Wann und wie oft und in welcher Form?

Mit Menschen, von denen ich glaube, dass sie sich auch dafür interessieren könnten. Sollte das nicht der Fall sein, möchte ich mich an dieser Stelle bei allen entschuldigen. 

Lesen Sie mit dem Stift in der Hand, haben Sie Zettel, Lesezeichen, Eselsohren? Twittern Sie gleich, was Ihnen bei der Lektüre einfällt?

Ich lese immer mit Bleistift, unterstreiche, und mache Anmerkungen. Sätze, die ich gut finde, twittere ich sporadisch.  

Was nervt Sie in Ihrem Lesezirkel, Buchkreis, Ihrer Social-Reading-Gruppe am meisten?

Es ist meine erste Social Reading Gruppe. Ich fühle mich an eine Schulklasse an einem Wandertag erinnert. Es gibt diejenigen, die mit dem Lehrer vorauslaufen, das Mittelfeld und ein paar, die sich zurückfallen lassen, um heimlich hinter einem Felsvorsprung zu kiffen. Das ist zwar keine Antwort auf Ihre Frage, aber ich wollte es trotzdem erwähnt haben. 

Lesen Sie die Kommentare und Beiträge der anderen Teilnehmer?

Ich bin ein Streber. Natürlich.

Warum wollten Sie Clemens Setz lesen?

Weil ich Clemens Setz Fanboy bin.