Mein Souterrain heißt Lasst uns Freunde bleiben das ist schon einmal und für sich ein sehr hübscher Name für einen Ort. Noch viel früher gab es innerhalb des Gebäudes einen Teil, der als Galerie genutzt wurde, und der nannte sich: Ruf Mich nie wieder an. Souterrains sind wichtig. Es gibt Städte, da gibt es keine Möglichkeiten, zum Beispiel München. Dort ist alles Surface, ein wenig schade, aber die Personen dort merken es glücklicherweise nicht. Hier in Berlin ist ein Souterrain King. Ich habe dort heute wieder drei Begegnungen gedurft haben, es handelte sich um Personen, von denen ich weder Telephonnummern noch Emailadressen haben will, weil ich eh weiß, daß wir uns dort treffen (werden). Wenn es Natalie zu viel wird, plant sie einen Abstecher ins Souterrain. Das hat mir, sozusagen, eingeleuchtet, weil ich genau so denke und bin: Wenn alles zerrt und kratzt an mir, dann plane ich: aber heute ins Souterrain. Dann geht es mir zumindest ein wenig besser, Total Suspension rückt in Reichweite, und wenn ich dort (Im LUFB) erst eingetroffen bin, ist alles gut.
Das wird bei CJS auch im Text spürbar: wie man sich entspannen darf im Souterrain. Und wie man sich nach einiger Lesezeit danach sehnt, daß Natalie dort hingehen will. Stichwort, für Kluge: Neuroplastizität.