Der Fernseher. Ich kenne das von älteren Damen, die alleine leben. Morgens wird der Fernseher eingeschaltet und zwar tatsächlich am besten eine Live-Sendung. Da ist man dann mittendrin. Da ist man nicht alleine. Manche schauen das Musikantenstadl und schunkeln mit imaginären Sitznachbarn. Andere diskutieren als Special Guest in politischen Talkrunden mit. Was Schunkler und Debattierer gemein haben ist das Gefühl der Einsamkeit. Isolation. Das Gefühl nicht mehr mit dem Rest der Welt verbunden zu sein. Das Fernsehen wird zum Schlupfloch in die wirkliche Welt, die Welt da draußen.

Woher diese Einsamkeit bei Natalie kommt? Keine Ahnung. Das wird sich (hoffentlich) im weiteren Verlauf noch zeigen. Was sich aber jetzt schon zeigt, ist dass sie Live-Sendungen schauen muss gegen das Ungute, das abends mit der Atmosphäre geschieht. Auch die oberflächlichen Begegnungen, die in Blowjobs „münden“, sind ein hoffnungsloses Unterfangen zur Lösung ihres Problems. Wie auch immer dieses aussehen mag…