14. September 2015, die Gruppe hat mit dem Lesen begonnen. Das Buch liegt vor mir auf dem Bett wie ein Quader dunkler Materie, unendlich dicht, unendlich schwer. Wussten Sie, dass die menschliche Lunge dermaßen filigran zusammengefaltet ist, dass sie sich zu mehreren Fußballfeldern auswalzen ließe? Ich stelle mir vor, wie wir in die unüberschaubare Landschaft dieses Buches hineinlaufen. Wie unsere Rufe die Täler erfüllen. Wie wir überall kleine Pionierfähnchen einpflanzen, Tiere erlegen, Lager aufschlagen. Die Ziele unserer Mission verborgen im fog of war. Was soll das sein, Social Reading, was soll das werden?

Ich will darüber Reisetagebuch führen. Wer waren die ersten Menschen im Buch von Clemens J. Setz und wie ist es ihnen ergangen? Das Buch als Ort – eine Metapher, die sich zu mehreren Fußballfeldern auswalzen ließe. Textanalyse als Landschaftsbeschreibung, Gruppendynamik, Introspektion. Ich freue mich und ich fürchte mich. Ich werde jetzt dieses Buch öffnen.