Man müsste sich vielleicht einmal beschäftigen mit den Grundsätzlichkeiten eines längeren Aufenthalts in Wohnheimen. Schon der Klang des Begriffs „Wohnheim“ ist sehr aussagekräftig. Obwohl die Morpheme „Wohn“ und „heim“ beide einen eher positiven Sound des Zuhause mitbringen, ist ihre Kombination ab Werk eine Art Zumutung. Zweimal plus ergibt minus, auf eine literarische Art, nirgendwo fühlte man sich weniger nach „Wohnen“ und „heimelig“ als in einem Wohnheim. Das Wohnheim hat die Zeit des Übergangs bereits in seinen Namen eingebrannt, es ist ein verdammtes Provisorium, und dazu noch eines, in dem man immer nur den Status des Geduldeten hat. Denn das „Wohnheim“ hat…